Wirtschaftsfaktor Holz

 

Gewerbliche Holzwirtschaft in Österreich

Holz und Holzbau ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Österreich. Der Produktionswert der österreichischen Holzwirtschaft liegt bei 6,12 Mrd. Euro im Jahr. Die Holzindustrie in Kärnten und Österreich ist ein äußerst vielfältiger Wirtschaftsbereich, zu dem die Sägeindustrie, der Baubereich, die Möbelindustrie, die Holzwerkstoffindustrie sowie die Skiindustrie gehören. Der Großteil der Betriebe ist klein- und mittelbetrieblich strukturiert.

Die Exportquote vom heimischen Holz liegt bereits seit mehreren Jahren über 70 Prozent. Mit 76,2 Prozent – das sind 3,48 Mrd. Euro – war die Europäische Union 2010 der wichtigste Abnehmer österreichischer Holzprodukte. Deutschland und Italien stehen an der Spitze der Holzkäufer. Der Handelsbilanzüberschuss beträgt 1,43 Mrd. Euro. In der Statistik der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wird Österreich als weltweit fünftgrößter Exporteur von Schnittholz gelistet.

Rund 290.000 Menschen leben in Österreich von Wald und Holz. Die stärkste Gruppe mit über 51.000 Arbeitsplätzen sind die Tischler, gefolgt von der Holzindustrie mit fast 31.000 Beschäftigten. In der Pappe- und Papierindustrie arbeiten rund 18.400 Menschen.

Gewerbliche Holzwirtschaft in Kärnten

Die Holzindustrie in Kärnten umfasst rund 160 Säge- und holzverarbeitende Betriebe mit etwa 2.900 Arbeitsplätzen. Der Produktionswert der Holzwirtschaft in Kärnten beträgt knapp 1 Mrd. Euro. Darüber hinaus bieten mehr als 200 Zimmerei- beziehungsweise Holzbaubetriebe rund 1.500 Personen Arbeit und bilden rund 170 Lehrlinge für die Holzindustrie aus.

Weiters arbeiten in rund 700 Unternehmen – von Tischlereien über Montageservice bis hin zu Spezialisten für Fußböden oder Fenster und Türen – über 2000 Kärntner. In diesen Betrieben, die einen jährlichen Produktionswert von etwa 150 Mio Euro erwirtschaften, werden rund 350 Lehrlinge ausgebildet.