Das Siegerprojekt des Holzbaupreises Kärnten 2001:
die Wohnanlage Haiden in Feldkirchen.
Die beiden hölzernen
Zweigeschosser mit Betonsockel stechen in dem einerseits
durch Zersiedelung gekennzeichneten andrerseits durch
die Wald- und Bergnähe attraktiven Umfeld als Pionierprojekt
hervor. Sehr positiv ist der klare städtebauliche
Gesamtauftritt, damit kann das Objekt als Vorbild für
den sozialen Wohnbau an kleinstädtischen Peripherien
bezeichnet werden. Es zeugt für einen ausgeprägten
Sinn des Architekten für das Mögliche unter
den engen ökonomischen Bedingungen.
Die gelungene Grundrissorganisation, die intelligente
Standardisierung der Bauelemente sowie die saubere Detaillierung
prägen die tadellose Ausführung des Holztafelbaus.
2. Preis
Projekt:
Wohnhäuser Feldgasse 10, Klagenfurt
Planer:
Mag. arch. Dietmar Kaden
Mag. arch. Markus Klaura
Bauherr:
Fam. Mag. Reinhard Schinner
Fam. Mag. Günther M. Trauhsnig
Ausführendes Unternehmen:
Holzbau Klaura GmbH &
Nfg.KG
Das Doppelhaus
in der Klagenfurter Feldgasse ist ein Ensemble von zwei
annähernd identischen, von einem dienenden Trakt
verbundenen Häusern. Bestechend sind das Gesamtlayout,
ebenso die Stellung auf dem Grundstück und die bescheiden
auftretende Gestalt, es ist eine dem Alltag angemessene
Architektur. Die Verwendung von Holz als dominantem Werkstoff
kommt sowohl den Ansprüchen der Nutzer als auch dem
architektonischen Ansatz entgegen. Erfreulich ist auch,
dass der solitäre Anspruch an das Wohnen zugunsten
einer gemeinschaftlichen Wohnform zurückgestellt
wird.
3. Preis
Projekt:
Seehaus am Millstätter See
Planerin:
DI Ursula Klingan
Bauherr:
Dr. Dieter Kühnelt
Ausführendes Unternehmen:
Zimmerei Christof Müller
Das Seehaus am Millstättersee reihte die Jury auf
Platz 3.
Beim
Seehaus am Millstätter See liegt die Vorbildwirkung
in der Kombination der Baustoffe Holz und Beton, was als
eine der Zukunftschancen des Holzbaus bezeichnet werden
kann. Auf einem Betonsockel mit auskragender Platte erhebt
sich ein zweigeschossiger Holzkörper. Das Objekt
lässt ein hohes Verständnis der Architektin
sowohl für die Attraktion der Landschaft als auch
- in der räumlichen Auslegung des Wohn und Schlafbereichs
- für die unverzichtbaren Schwellen zwischen Privat
und Öffentlichkeit erkennen.